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Was macht das Opernhausprojekt von Christoph Schlingensief?
Christoph Schlingensief hat es immerhin geschafft, Ouagadougou und Burkina Faso in den deutschen Medien wiederholt ins Rampenlicht zu bringen: Im ZDF-Nachtstudio (Titel: „Aufbruch nach Afrika“) diskutierte er am 20. Dezember 2009 zusammen mit Rupert Neudeck, Henning Mankell, Veye Tatah (Gründerin des Vereins „Africa positive e.V.“) und dem burkinischen Architekten Francis Kéré unter der Leitung von Volker Panzer über sein Projekt. Kéré, der sich die Realisierung des Operndorfes zur Aufgabe gemacht hat, und die anderen Beteiligten betonten, dass es sich hier um ein Projekt handele, das den Afrikanern einmal nicht von außen aufgenötigt, sondern mit ihrer Beteiligung und Initiative verwirklicht werde. In „Die Zeit“ Nr. 53 vom 22. Dezember 2009 gibt es einen 12-seitigen lebhaft bebilderten Feuilleton-Teil mit dem Titel „Weihnachten in Burkina Faso“, der ganz dem Schlingensief-Projekt gewidmet ist. Er enthält ausschließlich lobende Beiträge, u.a. von Bundespräsident Horst Köhler, Horst Henning Mankell, Peter Anders (Programmleiter des Goethe-Instituts Subsahara-Afrika), Francis Kéré („er hat den höchstdotierten Architekturpreis der Welt, den Aga-Khan-Preis, für eine kleine Dorfschule mit drei Klassenräumen in Gando, Burkina Faso, bekommen“). Inzwischen ist nicht mehr nur von einer Oper die Rede, sondern vom Bau eines ganzen Operndorfes mit dem Namen Remdoogo. Dieses soll neben dem Festspielhaus eine Schule für Film- und Musikklasse, eine Krankenstation, Anbauflächen für Selbstversorgung, ein selbst betriebenes Restaurant, Künstlerwerkstätten, das digitale Archiv und im Laufe der Zeit noch vieles mehr umfassen. Am 8. Februar erfolgte schließlich in Anwesenheit von Christoph Schlingensief die Grundsteinlegung zu Remdoogo.
Zur aktuellen Diskussion seien ein Interview vom 28.04.2010 mit Francis Kéré sowie – zunächst – der zwei Tage nach der Grundsteinlegung des Operndorfs erschienene Bericht aus dem Berliner „ Tagesspiegel“wiedergegeben.
Bernhard Geiselmann
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