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Welche Möglichkeiten bieten sich den burkinischen Bauern?
Marke: „Lunnus“. Baujahr: irgendwann in den 60ern. Im Einsatz: Am Rande der Hauptstadt Ouagadougou. Aufgabe: Entkernen der Baumwolle. Weiterverarbeitung: im Ausland Nach Schließung der Fabrik Faso Fani vor neun Jahren wird in Burkina Faso keine Baumwolle mehr weiter verarbeitet. Sie wird also komplett exportiert (und sorgt für 2/3 der Exporterlöse). Bis 2025 soll an der Grenze zu Mali, in Samendeni ein Verarbeitungszentrum für Textilien entstehen, so will es die burkinische Re gierung. Ein Viertel der Baumwolle soll dann dort, also im eigenen Land verarbeitet werden.
Zu Recht stellt sich die Frage, ob neben der Baumwolle auch andere Produkte erzeugt werden könnten. In Burkina Faso tritt da schnell ein anderes Problem zu Tage - Die Tradition. Auch wenn es für Bauern wie Gabriel Hien kaum zum Überleben reicht, ein Umstieg auf andere Früchte auf seinem Acker ist nicht nur wegen der Verträge mit Sofitex schwierig. "Etwas Anderes anzubauen ist gegen die Tradition", sagt Bauer Hien, zitiert von der FAZ.
Vielleicht ändert sich etwas, wenn die Preise auf dem Weltmarkt weiter fallen, wenn die USA weiter mehr Geld für Subventionen an die eigenen Baumwollfarmer ausgeben als in Burkina Faso mit Baumwolle verdient wird. Die Vereinigten Staaten zahlen ihren 25 000 Baumwollbauern mehr Subventionen, als sie an Entwicklungshilfe für ganz Afrika aufbringen. Was passiert, wenn Indien und China weiterhin jedes Jahr ihre Baumwollproduktion um Millionen Tonnen steigern? Zumal sie die Baumwolle selbst weiter verarbeiten.
Die Qualität der burkinischen Baumwolle wird gut beurteilt, eben weil sie mit der Hand gepflückt ist, "Mit europäischer oder amerikanischer Wolle kann sie aber nicht mithalten, die haben besseres Saatgut, besseren Dünger und bessere Pflanzenschutzmittel", zitiert die FAZ den Mitarbeiter eines deutschen Garnherstellers. Ein Ausweg könnte Bio - Baumwolle sein. Die Regierung aber scheint mehr auf Gentechnik setzen zu wollen.
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