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Titel

THEMA BAUMWOLLE

Ein Fazit: Die Meinung des Autors

Es ist keine einfache Sache, die Situation richtig zu erkennen oder ein abschließendes Urteil zu fällen. Ich habe es versucht und ich denke, es ist gelungen, die verschiedenen Facetten des Themas zu würdigen. Vieles wird aufgrund des vielfältigen Engagements vielleicht bekannt sein. Ich habe für mich Neuland betreten.

Nun – die Baumwolle aus Burkina Faso soll die Beste der Welt sein. Trotzdem kämpfen die Landwirte um ihr Überleben – Tag für Tag, Ernte für Ernte.

Es bleibt ein fauliger Nachgeschmack, wenn aus einem Monopolisten drei werden, denn das bedeutet: drei Firmenzentralen, drei Geschäftsführer, drei Wasserköpfe, alles mal drei, was Kosten verursacht. Diese Kosten werden bei fallenden Weltmarktpreisen von den Bauern bezahlt. Von wem sonst? Von den Kreditgebern, die die Schulden vielleicht erlassen – irgendwann?

Es bleiben weitere Fragen: Warum wurde die weiter verarbeitende Fabrik dichtgemacht? Warum soll es bis 2015 (in Bericht ist von 2025 die Rede!) dauern, bis an der Grenze zu Mali eine neue Fabrik entsteht? Wie hat es Monsanto, im harten europäischen Lobbyistentum gestählt, geschafft, die Verantwortlichen in Burkina Faso von Gentechnik zu überzeugen?

Wann wird es – wie in Indien – zu Selbstmorden kommen? Welche Verantwortung trägt die deutsche (euro- päische/amerikanische) Politik der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der Vergangenheit? Welche Verantwortung trägt sie in der Zukunft, wird sie tragen wollen? Was wird ein Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit leisten, der das Ministerium eigentlich auflösen will/wollte? Wo werde ich wohl mein nächstes Hemd kaufen?

Mir wird das in diesem Themenspezial Beschriebene noch lange durch den Kopf gehen. Eine mögliche Lösung scheint mir: Direkte Arbeit vor Ort mit den Landwirten unter Umgehung der Monopolisten durch Organisationen wie Helvetas oder NRO in Europa, die eine Städte- oder Kirchen- Partnerschaft zu Burkina Faso haben. Vielleicht der Aufbau einer durchgehenden – nach ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten – Infrastruktur, die den Bauern die finanzielle Ernte ihrer Arbeit sichert.

Und was meinen Sie dazu?

Thomas Schäfer, Herzogenaurach

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